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EZB-Leitzins

Manche Tagesgeldangebote reduzieren den Zinssatz nach einer gewissen Anlagedauer oder zu einem bestimmten Termin. So werden z.B. anfänglich 5% Zinsen geboten, nach 6 Monaten sinkt der Zins dann auf 3%. Manche Banken legen den niedrigeren Zins nicht selbst fest, sondern orientieren sich am offiziellen Leitzins der Europäischen Zentralbank, EZB (oder englisch: ECB). Was hat es mit diesem Leitzins auf sich, von dem man auch so oft in den Medien hört?

Der Leitzins, der üblicherweise in den Medien genannt wird, ist der Zinssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken Geld bei der EZB leihen können. Offiziell heißt dieser Zinssatz “Mindestbietungssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte des Eurosystems”.

Bietet eine Bank also eine Verzinsung in Höhe des Leitzinses, leiht sie sich also Geld von Anlegern zum gleichen Kurs, wie von der Zentralbank. Eine Bank, die hingegen weniger als den Leitzins bezahlt, kann Geld von Anlegern mit einem Gewinn wiederum an andere Banken verleihen.

Einen guten Überblick über den Leitzins und die Auswirkungen von Erhöhungen und Senkungen finden Sie auf www.tagesschau.de.

Den offiziellen Leitzins der Eurozone finden Sie auf den Seiten der Europäischen Zentralbank unter “Main refinancing operations”.

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