Tagesgeld-Zinsen

Tagesgeld wirft unterschiedliche Zinsen ab, je nachdem, bei welcher Bank man es anlegt, wie hoch der Geldbetrag ist und welche weitere Bedingungen gelten. Bei der Auswahl eines Tagesgeldkontos nach der Rendite muss daher der Effektivzins berücksichtigt werden.

Effektivzins – Was gibt’s unter’m Strich?

Der Effektivzins, oder die Rendite, ist der tatsächliche pro Jahr gezahlte Zins einer Geldanlage unter Berücksichtigung des Zinseszinses. Weist ein Angebot z.B. einen Nominalzins von 2,55% p.a. bei monatlicher Zinsgutschrift aus, ist der Effektivzins 2,58%. Dies kommt dadurch zustande, weil der monatlich gutgeschriebene Zins ab dem Zeitpunkt der Gutschrift mitverzinst wird. Bei jährlicher Zinsgutschrift sind Nominalzins und Effektivzins daher gleich.

Zinsbindung – Wie lange wird ein bestimmter Zins gezahlt?

Bei vielen Tagesgeldkonten wird ein anfänglicher, hoher Zins nur für einen begrenzten Zeitraum gezahlt. Dies wird von den Banken verwendet, um Neukunden im hart umkämpften Markt der kurzfristigen Geldanlage zu gewinnen. Während das durchaus legitim ist, muss man bei allen Angeboten genau nachrechnen: so kann ein Angebot, dass anfänglich einen hohen Zins zahlt, nach Ende der Zinsbindung aber deutlich weniger, insgesamt auf Jahressicht schlechter abschneiden, als ein Angebot, das einen auf den ersten Blick niedrigeren Zins zahlt, diesen dafür aber über das ganze Jahr.

Die Zinsbindung wird entweder für eine feste Dauer ab dem Zeitpunkt der Kontoeröffnung gezahlt, oder bis zu einem bestimmten Datum. In letzterem Fall ändert sich also die tatsächliche Rendite eines Tagesgeldkontos in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Kontoeröffnung.

Die Anlagesumme – Mehr ist nicht immer mehr

Bei einigen Tagesgeld-Angeboten wird der beworbene Zinssatz nur bis zu einer bestimmten Anlagesumme gezahlt. Darüber hinaus sinkt der gebotene Zinssatz meist deutlich. Daher muss bei der Entscheidung für ein bestimmtes Tagesgeldkonto auch immer berücksichtigt werden, wieviel Geld man anlegen möchte. So kann es unter Umständen sinnvoll sein, die Anlagesumme auf mehrere verschiedene Tagesgeldkonten bei unterschiedlichen Banken zu verteilen.

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